Alle Preisträger des Mobilitätspreis.NRW 2025 stehen jubelnd auf der Bühne.
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Mobilitätspreis.NRW 2025: Was die Preisträger bewegt haben

24. September 2026

Eine Veloroute im Münsterland, eine Bonus-App im Ruhrgebiet und Schülerinnen und Schüler, die Essens Straßen vermessen: Die drei Gewinnerprojekte des Mobilitätspreis.NRW 2025 könnten unterschiedlicher kaum sein. Gemeinsam ist ihnen, dass seit der Auszeichnung beim Mobilitätstag.NRW im Dezember 2025 viel passiert ist. Gut neun Monate später berichten die Preisträger – Triangel, bonus mobil und Verkehrswende in Essen –, wie sich ihre Projekte weiterentwickelt haben und auf welche Weise das Preisgeld seinen Weg in die Praxis gefunden hat.

Triangel – das Radwege-3-Eck im Kreis Steinfurt

Eine Gruppe von Radfahrern auf der Veloroute "Triangel" im Kreis Steinfurt.

Die Triangel, erste durchgehende Veloroute im Kreis Steinfurt, ist mehr als ein Bauprojekt – sie ist eine dauerhafte Aufgabe. Seit der Auszeichnung hat sich die rund 62 Kilometer lange Verbindung zwischen Rheine, Neuenkirchen, Wettringen, Ochtrup, Metelen und Steinfurt weiter als Rückgrat des regionalen Radverkehrsnetzes etabliert. Ihre Netzbedeutung wächst: Die geplante Weiterführung des niederländischen Radschnellweges F35 würde die Triangel an zwei Stellen kreuzen, und Straßen.NRW plant den Abschnitt zwischen Gronau und Ochtrup bereits als Radvorrangroute – damit entstehen über die Triangel schnelle Verbindungen bis nach Rheine im Norden und zur Radbahn Münsterland im Süden.

Vor Ort wurden konkret gebaut: Lückenschlüsse, sanierte Fahrradstraßen, ein angebundener Knotenpunkt und neue Ladeinfrastruktur für Pedelecs. Die Kreisstraßenmeisterei betreut die Triangel inzwischen als ersten Kreisradweg – vom Winterdienst bis zur Laubbeseitigung. Als Nächstes soll die Route im Bereich der Bahnstrecke optimiert und zwei Brücken zwischen Wettringen und Neuenkirchen erneuert werden. Vom Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro hat der Kreis bewusst nur einen Teil eingesetzt: Flyer und eine gemeinsame Radkarte machen die Route und die wichtigsten regionalen Radverkehrsangebote sichtbarer. Den Rest des Preisgeldes hält das Team zurück und prüft sorgfältig, wie er möglichst wirkungsvoll investiert werden kann.

Zu sehen ist ein Icon mit einer Gesprächswolke

Wir sehen die Auszeichnung mit dem Mobilitätspreis.NRW als Ansporn, die Erfahrungen aus dem Projekt weiterzugeben. Wir stehen interessierten Kommunen, Verwaltungen und Planungsakteuren daher gerne für den Austausch zur Verfügung.

Thomas Stiller

Amt für Planung, Naturschutz und Mobilität im Kreis Steinfurt

bonus mobil – Sauber fahren, Kohle sparen

Nahaufnahme der bonus mobil App auf einem Smartphone

Die Ruhrbahn belohnt in Essen und Mülheim an der Ruhr nachhaltige Mobilität mit ihrer Bonusprogramm-App bonus mobil. Wer zu Fuß geht, Rad fährt oder den ÖPNV nutzt, sammelt so genannte Klima-Moneten und kann sie bei Kooperationspartnerinnen und -partnern einlösen. Seit der Auszeichnung hat das Team die App technisch weiterentwickelt: Eine vereinfachte Gruppenfunktion und zusätzliche Möglichkeiten zur Gutscheineinlösung sollen es künftig noch leichter machen, neue Partnerinnen und Partner einzubinden. Mit dem ADFC Essen und SGS Essen sind bereits zwei weitere dazugekommen.

Die in der App erfasste Umweltbilanz wächst kontinuierlich: Die eingesparten CO₂- und Stickstoffoxid-Emissionen der Nutzerinnen und Nutzer steigen seit der Preisverleihung stetig weiter an. Das Preisgeld von 10.000 Euro setzt die Ruhrbahn gezielt ein, um weitere Kooperationspartnerinnen und -partner zu gewinnen und technisch einzubinden. Ein Teil fließt außerdem in die Preise für die diesjährige Challenge zur Europäischen Mobilitätswoche in Essen, bei der bonus mobil auch 2026 wieder mit einer eigenen Aktion vertreten ist.

Verkehrswende in Essen

Mehrere Schüler sitzen an einem Tisch und schauen auf eine Karte eines Radwegeplans.

Das Preisgeld von 5.000 Euro nutzt das Team der Universität Münster als Anschubfinanzierung, um sein Projekt über Essen hinaus in weitere Schulen und Kommunen zu tragen – für Workshops, Projekttage und Materialien. Denn was in Essen begann, soll wachsen: Schülerinnen und Schüler fahren mit der senseBox:bike durch ihre Stadt, erfassen mit Sensoren den Zustand der Radwege und diskutieren ihre Ergebnisse anschließend mit der Stadtplanung.

Seit der Auszeichnung hat das Team Fortbildungen für Lehrkräfte entwickelt und ein Seminarkonzept an der Universität Münster aufgebaut, das Lehramtsstudierende auf den Einsatz der senseBox:bike vorbereitet – künftige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die die Idee in die Schulen tragen. Parallel optimiert das Team von re:edu die Sensortechnik und die Darstellung der Daten auf der Open-Data-Plattform.

Alle Preisträger des Mobilitätspreis.NRW

Seit 2023 zeichnet das Bündnis für Mobilität innovative Projekte mit dem Mobilitätspreis.NRW aus. Ob E-Mobilität, On-Demand-Verkehr oder Infrastruktur: Werfen Sie hier einen Blick auf alle bisherigen Preisträger.

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