
16. Dezember 2025
Das Weihnachtsgeschäft bedeutet Hochsaison für die Logistiker und zusätzliche Verkehre in den Städten. Jahr für Jahr zu Weihnachten benötigen die 18 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsbäume, Deko, Plätzchen, Glühwein und sonstige Festtagsartikel. Ein großer Teil der Produkte kommt über die Straße in die Läden, auf unsere Weihnachtsmärkte oder wird direkt nach Hause unter den Baum geliefert. Das, was für alle so selbstverständlich ist, bedeutet in der Praxis einen enormen logistischen Aufwand – sowohl im stationären Einzelhandel als auch bei der Bedienung von Online-Bestellungen für die privaten Haushalte.
Auf der sogenannten „letzten Meile“ des Güterverkehrs („urbane Logistik“) ist der Anspruch hoch. Die Ware sollte immer pünktlich und frisch für die Verbraucherinnen und Verbraucher verfügbar sein. Und am Ende müssen die Reste auch wieder entsorgt werden: Verpackungsmaterialien, Retouren, Reststoffe und abgeschmückte Weihnachtsbäume. Die dafür notwendigen Gütertransporte bringen jedoch zusätzliche Belastungen durch Lärm, Schadstoffe und ein erhöhtes Verkehrsaufkommen mit sich – und das in städtischen, aber auch ländlichen Bereichen unseres Landes. Um diese Belastungen zu minimieren, hat sich die nordrhein-westfälische Landesregierung zum Ziel gesetzt, die Akteurinnen und Akteure darin zu unterstützen, urbane Logistik zu ermöglichen und diese gleichzeitig anwohner- und umweltverträglich zu gestalten.
Die urbane Logistik umfasst verschiedenartige Wirtschaftsverkehre auf der letzten Meile. Diese lassen sich in verschiedene Marktsegmente und Bereiche unterteilen. Hier ein kurzer Überblick:
Die zielgerichtete Gestaltung des Güterverkehrs in der Stadt setzt eine detaillierte Datengrundlage zu Fahrleistungen, Routenwahl und Fahrzeugeinsatz voraus. Für den Personenverkehr liegen turnusmäßige regelmäßige Erhebungen vor, z. B. die Befragung Mobilität in Deutschland oder die SrV-Befragung, eine Verkehrserhebung im Stadtverkehr. Für den städtischen Güterverkehr hingegen gibt es zwar bundesweite Statistiken wie die Güterkraftverkehrsstatistik, diese sind aber lediglich fahrzeugbezogen und berücksichtigen nicht die Auswirkungen auf den städtischen Verkehr.
Daten stellen jedoch eine wichtige Arbeitsgrundlage für Personen auch in den Kommunen dar, die sich dort um das Thema urbane Logistik kümmern.
Eine beispielhafte Erhebung aus Wuppertal aus dem Jahr 2022 zeigt das folgende Bild:

Für die notwendigen Transporte initiiert das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) verschiedene Konzepte, um Gütertransport und lebenswerte Städte kompatibler zu machen – um gleichzeitig Wirtschaft und Menschen mit Waren zu versorgen und Logistikunternehmen zu befähigen, effizient arbeiten zu können. Dabei sind sämtliche Bereiche des urbanen Güterverkehrs relevant. Beispielhaft dafür seien folgende Projekte aus den Bereichen Baulogistik und Versorgung genannt:
Projekt „Insta Baulog“
Im Bereich „Baulogistik“ förderte das MUNV das Projekt „Reduzierung von innerstädtischen Schwerlastverkehren durch Optimierung der Baulogistik“, kurz Insta Baulog:
Projekt „Geräuscharme Logistik I“
Projekt I: „Systematisierung empfohlener Berechnungsverfahren für die schalltechnische Prognose von geräuscharmen Nutzfahrzeugen und Umschlagsequipment“, kurz Geräuscharme Logistik I:
Projekt „Geräuscharme Logistik II“
Projekt II: Potenziale und Handlungsempfehlungen auf Grundlage sensorbasierter und schalltechnischer Messreihen im Anlieferungsprozess, kurz Geräuscharme Logistik II:

12.12.2025
Das Projekt „Triangel – das Radwege-3-Eck im Kreis Steinfurt“ belegt den 1. Platz des Mobilitätspreis.NRW 2025.

27.11.2025
NRW setzt auf eine Beschäftigungsoffensive für Mobilitätsberufe. In der Videoreportage mobiliSTORY treffen wir Menschen, die zeigen, wie Fachkräftesicherung in der Praxis aussieht.